Beim Kauf eines Pullovers, Stramplers oder einer Babydecke kann auf dem Etikett beispielsweise folgende Bezeichnung stehen:
100 % reine Merino-Extrafine-Schurwolle
Auf den ersten Blick kann dies wie eine lange Reihe von Begriffen erscheinen, die lediglich dazu dienen, das Produkt aufzuwerten. Tatsächlich liefert jedoch jedes Wort eine andere Information.
100 % oder rein bezieht sich auf die Zusammensetzung;
Wolle bezeichnet die Textilfaser;
Schurwolle beschreibt die vorherige Geschichte der Faser;
Merino bezeichnet die Schafrasse, von der sie stammt;
Extrafine bezieht sich auf die Feinheit;
eventuelle Zertifizierungen betreffen zusätzliche Aspekte und sollten separat angegeben werden.
Wer diese Unterschiede versteht, kann besser beurteilen, was tatsächlich gekauft wird, und vermeidet es, dem Etikett Informationen zuzuschreiben, die dort gar nicht enthalten sind.
Wenn Sie mehr über die Merinofaser insgesamt erfahren möchten, lesen Sie unseren Ratgeber über Merinowolle, ihre Eigenschaften und Merkmale.
Die Bezeichnung reine Schurwolle bezeichnet vereinfacht gesagt ein Produkt, das ausschließlich aus Wolle besteht, die zuvor nicht Bestandteil eines fertigen Produkts war und anschließend für eine neue Verarbeitung zurückgewonnen wurde.
Die beiden Teile der Bezeichnung bedeuten nicht dasselbe:
Es bedeutet, dass die textile Zusammensetzung aus einer einzigen Faser besteht.
Bei reiner Schurwolle ist diese Faser Wolle.
Sie bezeichnet Wolle, die nicht aus der Wiederverwertung eines bereits verwendeten fertigen Kleidungsstücks oder eines zuvor hergestellten Textilprodukts stammt.
Die Faser kann dennoch:
gewaschen;
kardiert;
gekämmt;
gesponnen;
gefärbt;
gezwirnt;
gestrickt;
den für die Produktion notwendigen Behandlungen unterzogen worden sein.
“Schurwolle” bedeutet daher nicht roh, unbehandelt oder frei von industriellen Verarbeitungsschritten.
Nach der europäischen Verordnung über Textilfaserbezeichnungen dürfen die Begriffe Schurwolle beziehungsweise entsprechende Bezeichnungen für neue Wolle verwendet werden, wenn die Faser zuvor nicht Bestandteil eines fertigen Produkts war, keinen anderen als den für die Herstellung notwendigen Spinn- oder Filzprozessen unterzogen wurde und nicht durch vorherige Verwendung oder Behandlungen beschädigt wurde.
Nein.
Es ist nicht korrekt zu behaupten, ein Kleidungsstück könne als reine Schurwolle bezeichnet werden, wenn es lediglich 92,7 % Wolle enthält.
Die europäische Verordnung reserviert die Bezeichnungen:
100 %;
rein;
ganz;
vollständig;
für Produkte, die aus einer einzigen Textilfaser bestehen.
Es bestehen begrenzte Toleranzen für technisch unvermeidbare Fremdfasern, die während der Produktion entstehen können, diese dürfen jedoch nicht aus einer systematischen Beimischung stammen.
Für Produkte, die ausdrücklich als Schurwolle bezeichnet werden, gelten noch strengere Toleranzen: technisch unvermeidbare Fremdfasern dürfen 0,3 Gewichtsprozent nicht überschreiten.
Die Bezeichnung darf daher nicht für ein Produkt verwendet werden, das regulär besteht aus:
92,7 % Wolle und 7,3 % Acryl;
95 % Wolle und 5 % Polyamid;
90 % Wolle und 10 % Kaschmir;
80 % Wolle und 20 % anderen Fasern.
In diesen Fällen müssen auf dem Etikett die einzelnen Fasern und die jeweiligen Prozentanteile angegeben werden.
Eine vollständige Bezeichnung kann Wort für Wort aufgeschlüsselt werden.
| Begriff | Was er angibt |
|---|---|
| 100 % | Das Produkt besteht aus einer einzigen Textilfaser |
| Rein | Unterstreicht die ausschließliche Zusammensetzung aus einer Faser |
| Wolle | Die verwendete Textilfaser |
| Schurwolle | Die Wolle stammt nicht aus der Wiederverwertung eines zuvor fertigen Produkts |
| Merino | Die Faser stammt von Merinoschafen |
| Extrafine oder Ultrafine | Die Feinheitsklasse der Faser, die gemeinsam mit der Mikronzahl beurteilt werden sollte |
| Kardiert oder gekämmt | Das System, mit dem die Fasern vor dem Spinnen vorbereitet wurden |
| Made in Italy | Produktionsort und Herstellungsweg des Kleidungsstücks, nicht die Zusammensetzung der Faser |
Die vollständige Bezeichnung liefert somit mehrere Informationsebenen, beschreibt aber nicht automatisch sämtliche Eigenschaften des Produkts.
Im Zusammenhang mit der Textilzusammensetzung geben diese Begriffe an, dass das Produkt aus einer einzigen Faser besteht.
Gleichwertige Beispiele sind:
100 % Wolle;
reine Wolle;
ganz aus Wolle.
Der Begriff “rein” bedeutet nicht zwangsläufig eine höhere Qualität.
Ein Kleidungsstück aus reiner Wolle besteht ausschließlich aus Wolle, die Gesamtqualität kann jedoch variieren in Abhängigkeit von:
Schafrasse;
Faserdurchmesser;
Länge;
Gleichmäßigkeit;
Spinnsystem;
Zwirnung;
Verarbeitung;
Maschenbild;
Ausrüstung.
Die Zusammensetzung sagt uns, welche Faser vorhanden ist, reicht jedoch nicht aus, um zu beschreiben, wie diese Faser ausgewählt und verarbeitet wurde.
Der Unterschied liegt im Begriff Schurwolle.
Sie bezeichnet ein Produkt, das vollständig aus Wolle besteht.
Die Bezeichnung allein sagt nicht zwangsläufig aus, ob die Faser neu ist oder aus früheren Textilprodukten zurückgewonnen wurde.
Sie bezeichnet eine Zusammensetzung vollständig aus Wolle und gibt zusätzlich an, dass die Faser die Anforderungen erfüllt, um als Schurwolle bezeichnet zu werden.
Vereinfacht gesagt:
Reine Schurwolle ist immer Wolle, aber die Bezeichnung “reine Wolle” liefert nicht automatisch dieselbe Information über die vorherige Geschichte der Faser.
Nein.
Die beiden Begriffe beantworten unterschiedliche Fragen.
War die Faser bereits Bestandteil eines früheren fertigen Produkts?
Von welcher Schafrasse stammt die Wolle?
Ein Kleidungsstück kann daher:
aus reiner Merino-Schurwolle bestehen;
aus reiner Schurwolle einer anderen Schafrasse bestehen;
aus Merinowolle bestehen, ohne dass ausdrücklich “Schurwolle” angegeben wird;
aus einer Mischung aus Merinowolle und einer anderen Faser bestehen.
Der Begriff Merino ersetzt die Angabe zur Zusammensetzung nicht und bedeutet nicht automatisch, dass es sich um Schurwolle handelt.
Merino bezeichnet eine Schafrasse, die dafür bekannt ist, im Allgemeinen feinere Fasern als viele traditionelle Wollarten zu liefern.
Nicht jede Merinowolle ist jedoch identisch.
Unterschiede können bestehen bei:
Mikronzahl;
Länge;
Gleichmäßigkeit;
Festigkeit;
Herkunft;
Auswahl;
Kardieren oder Kämmen;
Garnfeinheit;
Zwirnung;
Ausrüstung.
Der Begriff Merino sollte daher immer zusammen mit den übrigen Angaben auf der Produktseite gelesen werden.
Extrafine beschreibt die Feinheit der Faser und nicht den Wollanteil im Produkt.
Eine feinere Faser biegt sich bei Hautkontakt leichter und kann dadurch besonders für weiche und leichte Strickmode geeignet sein.
Der Begriff sollte jedoch gemeinsam mit der vom Garnhersteller angegebenen Mikronzahl bewertet werden.
Die endgültige Qualität hängt außerdem ab von:
Gleichmäßigkeit der Fasern;
Länge;
Spinnverfahren;
Zwirnung;
Gewicht;
Maschenbild;
Ausrüstung.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber über Merino Extrafine, ihre Eigenschaften und Mikronzahl.
Ultrafine bezeichnet nach der für das Garn verwendeten Klassifizierung eine noch feinere Faser.
Auch in diesem Fall sagt der Begriff allein nicht aus:
wie warm das Kleidungsstück sein wird;
wie schwer es sein wird;
ob das Garn voluminös sein wird;
ob die Oberfläche glatt sein wird;
ob die Wolle kardiert oder gekämmt ist.
Merino Ultrafine kann sowohl für eine dünne, kompakte Strickware als auch für ein voluminöseres kardiertes Garn verwendet werden.
Mehr über diesen Unterschied erfahren Sie in unserem Ratgeber über kardierte Merino Ultrafine.
Der Unterschied liegt in der Geschichte des Rohmaterials.
Sie war zuvor nicht Bestandteil eines fertigen Produkts und wurde anschließend zurückgewonnen.
Sie stammt aus zurückgewonnenen Textilresten, Garnen, Stoffen oder Kleidungsstücken, die sortiert und erneut verarbeitet werden, um neues Rohmaterial zu gewinnen.
Recycelte Wolle kann stammen aus:
Pre-Consumer-Abfällen;
Produktionsüberschüssen;
noch nicht verwendeten Stoffen;
Post-Consumer-Kleidungsstücken;
zurückgewonnenen Textilmaterialien.
Recycling kann den Einsatz neuer Rohstoffe reduzieren, durch den Prozess können die Fasern jedoch kürzer werden. Deshalb wird recycelte Wolle teilweise mit neuen Fasern oder anderen Materialien gemischt, um Stabilität und Festigkeit zu erhöhen.
“Schurwolle” und “recycelte Wolle” sind keine absoluten Qualitätsurteile.
Sie beschreiben zwei unterschiedliche Ursprünge:
Schurwolle nutzt eine Faser, die zuvor noch nicht verwendet wurde;
recycelte Wolle nutzt bereits vorhandenes Material erneut.
Die Wahl sollte vom Produkt, den gewünschten Eigenschaften und der Transparenz der Lieferkette abhängen.
Nicht zwangsläufig in jedem Anwendungsbereich.
Schurwolle kann bieten:
längere Fasern;
größere Gleichmäßigkeit;
bessere Kontrolle der Feinheit;
die Möglichkeit, sehr feine Garne herzustellen;
größere Vielseitigkeit bei der Produktentwicklung.
Recycelte Wolle kann dagegen bieten:
Wiederverwendung vorhandener Materialien;
Reduzierung von Abfällen;
besondere Farb- und Struktureffekte;
Einsatz in Produkten, für die keine extrem feinen Fasern erforderlich sind.
Die Bewertung sollte nicht ausschließlich auf den Begriffen “Schurwolle” oder “recycelt” beruhen.
Berücksichtigt werden sollten:
Verwendungszweck;
Qualität des Rohmaterials;
vollständige Zusammensetzung;
Faserlänge;
Festigkeit;
Spinnverfahren;
Verarbeitung;
erwartete Lebensdauer des Produkts.
Nein.
Wolle im engeren Sinne stammt aus dem Vlies von Schafen und Lämmern.
Kaschmir wird dagegen aus der Unterwolle der Kaschmirziege gewonnen.
Auch andere tierische Fasern haben unterschiedliche Ursprünge:
| Faser | Herkunft |
|---|---|
| Wolle | Schaf oder Lamm |
| Merinowolle | Merinoschaf |
| Kaschmir | Kaschmirziege |
| Mohair | Angoraziege |
| Angora | Angorakaninchen |
| Alpaka | Alpaka |
| Vikunja | Vikunja |
Es ist daher nicht korrekt, “Wolle” unterschiedslos als Synonym für jede tierische Faser zu verwenden.
Ein Etikett mit mehreren Fasern muss deren Bezeichnungen und Prozentanteile angeben.
Mehr über den Vergleich erfahren Sie in Merinowolle oder Kaschmir: Unterschiede und welche Faser wählen?.
Ja, unter bestimmten Bedingungen.
Die europäische Regelung erlaubt die Verwendung der Bezeichnung Schurwolle auch für den Wollanteil einer Mischung, sofern:
die gesamte enthaltene Wolle die Anforderungen an Schurwolle erfüllt;
sie mindestens 25 % des Gesamtgewichts ausmacht;
sie bei einer innigen Mischung mit nur einer weiteren Faser kombiniert ist;
die vollständige prozentuale Zusammensetzung angegeben wird.
Ein Etikett könnte daher unter den entsprechenden Voraussetzungen beispielsweise lauten:
70 % Schurwolle – 30 % Kaschmir
Dieses Produkt enthält Schurwolle, darf jedoch nicht als reine Schurwolle bezeichnet werden, da es aus zwei Fasern besteht.
Das bedeutet:
die Zusammensetzung besteht vollständig aus Wolle;
die Wolle erfüllt die Anforderungen an Schurwolle;
sie stammt von Merinoschafen.
Die Mikronzahl wird dadurch nicht automatisch angegeben.
Das bedeutet:
das Kleidungsstück besteht vollständig aus Merinowolle.
Die Bezeichnung allein sagt nicht zwangsläufig aus, dass es sich um Schurwolle handelt.
Das bedeutet:
das Kleidungsstück besteht vollständig aus Wolle;
die Wolle ist Schurwolle;
sie stammt von Merinoschafen;
die Faser ist als Extrafine klassifiziert.
Um die tatsächliche Feinheit zu beurteilen, wird die technische Garnangabe benötigt.
Das bedeutet:
das Kleidungsstück ist eine Fasermischung;
der Merinoanteil erfüllt die angegebenen Anforderungen;
30 % bestehen aus Kaschmir;
es handelt sich nicht um reine Wolle.
Das bedeutet:
die Hälfte der Zusammensetzung ist Wolle;
die andere Hälfte ist Acrylfaser;
das Produkt darf nicht als reine Wolle bezeichnet werden.
Das bedeutet:
die Faserzusammensetzung besteht vollständig aus Wolle;
das deklarierte Rohmaterial stammt aus einem Rückgewinnungsprozess.
Die Zuverlässigkeit einer Recyclingangabe sollte durch Dokumentation und, sofern vorhanden, durch spezifische Zertifizierungen belegt werden.
Die Bezeichnung enthält wichtige Informationen, beschreibt jedoch nicht das gesamte Kleidungsstück.
Sie gibt nicht automatisch Auskunft über:
Um den durchschnittlichen Faserdurchmesser zu kennen, ist die technische Angabe des Garns erforderlich.
Ohne die Bezeichnung Merino oder eine andere konkrete Angabe identifiziert “Schurwolle” allein keine bestimmte Schafrasse.
Zwei Kleidungsstücke aus reiner Schurwolle können ein sehr unterschiedliches Gewicht besitzen.
Der thermische Komfort hängt von Garn, Maschenbild, Dichte, Volumen und Passform ab.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber über Wolle in den Übergangszeiten und Thermoregulation.
Wolle kann kardiert oder gekämmt sein und dadurch unterschiedliche Ergebnisse erzeugen.
Sie hängt von Feinheit, Gleichmäßigkeit, Zwirnung, Maschenbild und Ausrüstung ab.
Die Zusammensetzung sagt nicht automatisch aus, in welchem Land die Schafe gehalten wurden.
“Reine Schurwolle” bedeutet nicht automatisch Made in Italy.
Die Bezeichnung allein zertifiziert keine bestimmten Tierwohlstandards.
Für diese Aussage sind spezifische und überprüfbare Informationen zur Lieferkette erforderlich.
Schurwolle bedeutet nicht automatisch Bio-Wolle.
Die Faser kann gewaschen, gefärbt, gesponnen und ausgerüstet worden sein.
Die Bezeichnung garantiert nicht, dass das Kleidungsstück ausnahmslos für jede Haut geeignet ist.
Der Begriff “zertifiziert” sollte zusammen mit dem Namen der Zertifizierung und einer Erklärung angegeben werden, was tatsächlich geprüft wurde.
Nein.
Damit aus der Faser ein für Strickmode geeignetes Garn wird, sind verschiedene Verarbeitungsschritte erforderlich.
Der Prozess kann umfassen:
Schur;
Sortierung;
Waschen;
Kardieren;
gegebenenfalls Kämmen;
Spinnen;
Zwirnen;
Färben;
Stricken;
Waschen und Ausrüsten des fertigen Kleidungsstücks.
Der Begriff Schurwolle bezieht sich darauf, dass die Faser zuvor nicht in einem fertigen Produkt verwendet wurde, nicht auf das Fehlen von Produktionsprozessen.
Mehr über den gesamten Weg erfahren Sie in Wie Wolle entsteht: vom Vlies zum Garn.
Nein.
Zusammensetzung und Produktionsort sind zwei unterschiedliche Informationen.
Beschreibt die Faser und ihre vorherige Geschichte.
Bezieht sich auf den Ort und die Produktionsschritte, durch die das Produkt seine Herstellungsherkunft erhält.
Ein Kleidungsstück kann:
aus reiner Schurwolle bestehen und in Italien hergestellt sein;
aus reiner Schurwolle bestehen und in einem anderen Land hergestellt sein;
in Italien hergestellt sein und dabei Garn aus im Ausland gewonnener Faser verwenden.
Die Herkunft des Tieres, die Garnproduktion und die Herstellung des Kleidungsstücks können an unterschiedlichen Orten stattfinden.
Deshalb sollte die Produktseite klar unterscheiden zwischen:
Zusammensetzung;
Garneigenschaften;
Zertifizierungen;
Produktionsort des Kleidungsstücks.
Nein.
Pilling bezeichnet die Bildung kleiner Knötchen auf der Oberfläche, wenn einzelne Fasern austreten und sich miteinander verfilzen.
Es kann abhängen von:
Faserlänge;
Garnzwirnung;
Volumen;
Maschenbild;
Reibung;
Verwendung;
Wäsche;
Kontakt mit Taschen, Gürteln und Kindersitzen.
Auch ein Kleidungsstück aus reiner Schurwolle kann Pilling entwickeln.
Einige Knötchen bedeuten nicht automatisch eine geringe Qualität, besonders bei sehr weichen Garnen. Wichtig ist jedoch, Intensität, Häufigkeit und Entwicklung des Kleidungsstücks im Laufe der Zeit zu beurteilen.
Nicht zwangsläufig.
Das Kratzgefühl hängt vor allem ab von:
Faserdurchmesser;
Gleichmäßigkeit;
Vorhandensein gröberer Fasern;
Spinnverfahren;
Ausrüstung;
individueller Empfindlichkeit.
Merino Extrafine oder Ultrafine ist aufgrund des geringeren Faserdurchmessers in der Regel flexibler und angenehmer als gröbere Wollfasern.
Der Begriff “Schurwolle” beschreibt jedoch nicht die Feinheit.
Eine Wolle kann Schurwolle und dennoch relativ grob sein; ebenso kann eine sehr feine Faser eine andere Produktionsgeschichte besitzen.
Nein.
Es ist nicht korrekt, ein Kleidungsstück automatisch als hypoallergen zu bezeichnen, nur weil es aus reiner Schurwolle besteht.
Die Verträglichkeit hängt ab von:
Feinheit;
Gleichmäßigkeit;
Färbung;
Ausrüstung;
Waschmitteln;
Konstruktion des Kleidungsstücks;
Nähten;
individueller Empfindlichkeit;
eventuellen Hauterkrankungen.
Ein durch eine gröbere Faser verursachtes Kratzgefühl entspricht außerdem nicht zwangsläufig einer allergischen Reaktion.
Bei bekannten Allergien, Dermatitis oder besonderen Empfindlichkeiten sollte der Rat eines Arztes oder Kinderarztes befolgt werden.
Das Etikett ist der Ausgangspunkt, nicht das Ende der Bewertung.
Vor dem Kauf sollten verschiedene Aspekte kontrolliert werden.
Prüfen Sie, ob das Kleidungsstück:
aus 100 % Wolle;
aus einer Mischung;
aus Schurwolle;
aus Merinowolle;
aus Merino Extrafine oder Ultrafine besteht.
Der Begriff Merino liefert zusätzliche Informationen zur Schafrasse.
Extrafine und Ultrafine liefern Informationen zur Feinheit.
Wenn sie verfügbar ist, hilft sie dabei, den durchschnittlichen Faserdurchmesser besser zu verstehen.
Kardierte und gekämmte Garne unterscheiden sich hinsichtlich Volumen, Regelmäßigkeit und Optik.
Glattstrick, Rippen, Zopfmuster und Jacquard bieten nicht dasselbe Gewicht oder dieselbe Isolationswirkung.
Ein Kleidungsstück sollte den Proportionen der Person entsprechen, die es tragen wird.
Ein Strampler, eine alltägliche Strickjacke und eine Babydecke erfordern unterschiedliche Eigenschaften.
Sie sollten mit ihrem vollständigen Namen angegeben und klar der Faser, dem Garn, dem Prozess oder dem fertigen Produkt zugeordnet werden.
Sie sollte mit den Bedürfnissen der Familie und der vorgesehenen Nutzungshäufigkeit vereinbar sein.
Eine natürliche Zusammensetzung kann ein sehr guter Ausgangspunkt sein, bei Strickmode für die Kleinsten sollte jedoch immer das gesamte Kleidungsstück bewertet werden.
Wichtig sind außerdem:
Garnfeinheit;
Gewicht;
Weichheit;
Nähte;
Öffnungen;
Knöpfe;
Innenetiketten;
Passform;
praktische Handhabung beim Wickeln;
Pflege.
Ein Strampler aus reiner Merino-Extrafine-Schurwolle stellt andere Anforderungen als eine schwere Babydecke oder ein Pullover mit großen Zopfmustern.
Die verfügbaren Modelle finden Sie in unserer Strickmode für Neugeborene aus reiner Merinowolle.
Wenn Sie dagegen eine zusätzliche Schicht für Wiege, Kinderwagen oder Buggy suchen, entdecken Sie unsere Babydecken aus reiner Merino Extrafine.
Die Zusammensetzung allein bestimmt nicht die richtige Waschmethode.
Es sollten immer die Pflegehinweise des jeweiligen Produkts beachtet werden, da Garn, Maschenbild, Färbung und Ausrüstung unterschiedliche Anforderungen stellen können.
Allgemein ist es wichtig:
ein spezielles Wollwaschmittel zu verwenden;
hohe Temperaturen zu vermeiden;
Reibung zu begrenzen;
nicht zu reiben;
das Kleidungsstück nicht auszuwringen;
Temperaturschwankungen zu vermeiden;
die Strickware im nassen Zustand zu stützen;
liegend zu trocknen, wenn dies angegeben ist;
das Kleidungsstück nicht feucht aufzuhängen;
es vorsichtig in Form zu bringen.
Waschen mit kaltem Wasser ist nicht automatisch für jedes Produkt die beste Lösung: Maßgeblich ist die auf dem Pflegeetikett angegebene Temperatur. Besonders wichtig ist es, Temperaturschwankungen und starke mechanische Belastung zu vermeiden.
Die vollständigen Pflegehinweise finden Sie in unserem Ratgeber darüber, wie Merinowolle gewaschen, getrocknet und aufbewahrt wird.
Die Bezeichnung reine Schurwolle beschreibt keine normale Mischung mit mehr als 7 % anderen Fasern.
Die Faser kann gewaschen, gefärbt, gesponnen und ausgerüstet werden.
Merino bezeichnet die Rasse; Schurwolle betrifft die vorherige Nutzung der Faser.
Der Prozentanteil beschreibt allein weder Feinheit, Spinnverfahren, Maschenbild noch Ausrüstung.
Kaschmir, Mohair, Angora und Alpaka besitzen jeweils eigene Ursprünge und Bezeichnungen.
Eine biologische Herkunft muss separat angegeben und dokumentiert werden.
Eine Zertifizierung muss konkret benannt und erklärt werden.
Produktionsort des Kleidungsstücks und Herkunft des Tieres können unterschiedlich sein.
Das Phänomen hängt von Faser, Garn, Maschenbild und Reibung ab.
Maßgeblich ist das Pflegeetikett des jeweiligen Produkts.
Kontrollieren Sie vor dem Kauf:
☐ Ist die vollständige prozentuale Zusammensetzung angegeben?
☐ Steht “100 %”, “rein” oder handelt es sich um eine Mischung?
☐ Ist die Bezeichnung “Schurwolle” vorhanden?
☐ Ist die Merinorasse angegeben?
☐ Sind Extrafine oder Ultrafine angegeben?
☐ Wird die Mikronzahl genannt?
☐ Ist angegeben, ob das Garn kardiert oder gekämmt ist?
☐ Sind Zertifizierungen eindeutig benannt?
☐ Ist der Produktionsort des Kleidungsstücks angegeben?
☐ Sind die Waschanweisungen lesbar?
☐ Passen Gewicht und Verarbeitung zum vorgesehenen Verwendungszweck?
☐ Unterscheidet die Produktseite überprüfbare Fakten von rein werblichen Aussagen?
Sie bezeichnet ein Produkt, das ausschließlich aus Wolle besteht, die zuvor nicht Bestandteil eines fertigen Produkts war und anschließend für eine neue Verarbeitung zurückgewonnen wurde.
Ja. Die Bezeichnungen “rein” und “100 %” sind Produkten vorbehalten, die aus einer einzigen Faser bestehen, abgesehen von sehr begrenzten technisch unvermeidbaren Verunreinigungen, die gesetzlich vorgesehen sind.
Nein. Ein Kleidungsstück, das regulär aus 92,7 % Wolle und 7,3 % einer anderen Faser besteht, muss beide Prozentanteile angeben und darf nicht als reine Schurwolle bezeichnet werden.
Es bedeutet, dass die Wolle zuvor nicht Bestandteil eines fertigen Produkts war und anschließend zurückgewonnen wurde.
Nein. Sie kann gewaschen, kardiert, gekämmt, gefärbt, gesponnen und den für die Herstellung des Kleidungsstücks erforderlichen Prozessen unterzogen werden.
Reine Wolle bezeichnet eine Zusammensetzung vollständig aus Wolle. Der Begriff Schurwolle ergänzt eine Information über die vorherige Geschichte der Faser.
Nein. Merino bezeichnet eine Schafrasse. Wolle kann Schurwolle sein, ohne Merinowolle zu sein.
Nicht zwangsläufig. Extrafine ist eine zusätzliche Angabe zur Feinheit der Faser.
Schurwolle war nicht Bestandteil eines vorherigen fertigen Produkts. Recycelte Wolle entsteht aus der Rückgewinnung und Wiederverarbeitung von Textilmaterialien.
Ja, wenn die vorgesehenen Bedingungen erfüllt und die vollständigen Prozentanteile angegeben werden. Eine Mischung darf jedoch nicht als “rein” bezeichnet werden.
Kaschmir ist eine eigenständige Faser aus der Kaschmirziege. Es handelt sich nicht um Merinowolle und sie muss in der Zusammensetzung korrekt angegeben werden.
Nein. Faserzusammensetzung und Produktionsort des Kleidungsstücks sind unterschiedliche Informationen.
Nein. Eine biologische Herkunft erfordert eine spezifische Erklärung oder Zertifizierung.
Nein. Mulesing-Freiheit muss anhand spezifischer Informationen oder Zertifizierungen der Lieferkette überprüft werden.
Nein. Die Verträglichkeit hängt von Feinheit, Verarbeitung, Behandlungen und individueller Empfindlichkeit ab.
Ja. Auch hochwertige Garne können durch Reibung der oberflächlichen Fasern Pilling entwickeln.
Die Pflegehinweise des jeweiligen Kleidungsstücks sollten beachtet, ein geeignetes Waschmittel verwendet und Wärme, Reibung sowie Temperaturschwankungen begrenzt werden.
Die Bezeichnung reine Schurwolle ist nicht lediglich eine werbliche Formulierung.
Sie liefert zwei präzise Informationen:
das Kleidungsstück besteht aus einer einzigen Textilfaser;
die Wolle stammt nicht aus der Wiederverwertung eines zuvor fertigen Produkts.
Sie gibt jedoch nicht automatisch Auskunft über:
Merinorasse;
Mikronzahl;
Weichheit;
Gewicht;
Wärme;
biologische Herkunft;
Tierwohl;
Mulesing-Freiheit;
Zertifizierungen;
Produktion Made in Italy;
das Ausbleiben von Pilling.
Um ein Kleidungsstück wirklich zu verstehen, sollte das Etikett als Ganzes gelesen und die Zusammensetzung mit den Informationen auf der Produktseite verknüpft werden.
Eine Bezeichnung wie:
100 % reine Merino-Extrafine-Schurwolle
sagt uns, dass das Kleidungsstück vollständig aus Schurwolle besteht, dass die Faser von Merinoschafen stammt und einer bestimmten Feinheitsklasse angehört.
Für die Beurteilung des Endergebnisses müssen jedoch auch Spinnverfahren, Zwirnung, Maschenbild, Gewicht, Formgebung, Ausrüstung und Qualität der Konfektion berücksichtigt werden.
Ein Etikett richtig zu verstehen bedeutet, über den Namen des Materials hinauszugehen und den Weg zu erkennen, durch den aus einer Faser ein Kleidungsstück entsteht, das getragen, gepflegt und langfristig erhalten werden soll. 🧶🤍
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